Urteile Nr. 3 oder so

Auch 2026 geht es mit bizarren Verfahren gegen Mieter, die ein Steckersolar Gerät haben wollen weiter. Hier mal wieder ein paar Urteile: Amtsgericht Wuppertal 93 C 88/25: nix mit Fachunternehmer! Aus Wuppertal erreicht uns folgendes Urteil, in dem es heißt: „Die Beklagte hätte ihre Zustimmung auch vor Umstellung des Antrags anhand der vorgetragenen Informationen beschränkt erteilten können. Etwaige Unklarheiten hätte sie konkret benennen können. Nach dem Vortrag der Beklagten war jedoch davon auszugehen, dass ihre Zustimmung nicht an dem Fehlen solcher Informationen scheiterte, sondern daran, dass sie im Wesentlichen darauf beharrte, dass eine Fachkraft die Installation vornehmen müsse.“ Im Anerkenntnis Urteil werden auch 300 EUR Kaution festgelegt und auch erstmals die neue Steckersolar Norm erwähnt: „Der elektrische Anschluss des Steckersolargeräts erfolgt über eine Energiesteckvorrichtung bestehend aus einer Schutzkontaktsteckdose Typ F und einem Schutzkontaktstecker Typ F (normaler Schuko-Stecker), gemäß neuer VDE Norm „DIN VDE V 0126-95““ Da es sich um ein Anerkentnisurteil handelt, gibt es keine weiteren ausgeführten Gründe. Da sich die Klage zunächst gegen die Hausverwaltung richtete und erst dann bekannt wurde wem das Haus wirklich gehörte, muß der Kläger allerdings diese erste Klage bezahlen, die Kosten der zweiten und erfolgreichen Klage trägt der Beklagte Vermieter. Dem Gericht wurden wohl […]

Gastbeitrag: Balkonkraftwerk nach 10 Jahren?

Wir haben Manuel Massini von Solaranlage-Tipps.de gebeten einen Gastbeitrag zu schreiben. Er hatte uns vorgeschlagen, das Thema „Balkonkraftwerk nach zehn Jahren: was von Leistung und Garantie übrig bleibt“ einmal zu betrachten. Spannend, denn uns gibt es erst auch so seit 2019. Die Rechnung hört meist zu früh auf Wer ein Balkonkraftwerk plant, rechnet meist nur bis zur Amortisation: Anschaffungskosten geteilt durch jährliche Ersparnis, nach einigen Jahren ist das Gerät bezahlt. Die spannenderen Fragen beginnen danach. Wie viel Leistung liefern die Module im Jahr 15 noch, was ist die Garantie dann wert, und wohin mit der Technik, wenn Schluss ist? Genau in diesen Jahren entscheidet sich, ob das Gerät ein gutes Geschäft war. Was die Module wirklich verlieren Kristalline Solarmodule altern langsam und ziemlich vorhersehbar. Die umfangreichste Auswertung dazu stammt vom US-Forschungsinstitut NREL, das über 11.000 gemessene Degradationsraten aus fast 200 Studien zusammengetragen hat. Der Median liegt bei 0,5 bis 0,6 Prozent Leistungsverlust pro Jahr, der Mittelwert wegen einzelner Problemanlagen höher, bei 0,8 bis 0,9 Prozent [1 – Quellen am Ende des Beitrags]. Dazu kommt eine Anfangsdegradation im ersten Betriebsjahr, die Hersteller in ihren Garantiekurven je nach Zelltechnik mit 1 bis 2,5 Prozent ansetzen [2]. Was heißt das in Kilowattstunden? Ein […]

Letter to the Finish Ministry for the Enviroment and Economics (Energy Departement)

We have written to the government of Finland because we are concerned that Finland has not yet taken sufficient steps to implement European Commission Recommendation 1007/2026 concerning the legalization of Plug-in-PV. By not implementing the Commission Recommendation, Finland places its consumers at a disadvantage compared to Germany, Austria, France, Latvia, Spain, and several other Member States. Finland is geographically well suited for balcony solar. High latitudes mean low solar elevation angles, making vertical mounting on facades and balconies particularly effective, especially in winter when traditional roof-mounted panels perform poorly. Plug-In-PV systems can include batteries up to 2 kWh, improving economic performance and providing an isolated Schuko outlet for emergency power during blackouts. This enhances household resilience for outages lasting up to a week.

Verwirrende Umfrage zur “Öffentlichkeitsbeteiligung zum nationalen Energie- und Klimaplan Deutschlands (NECP)

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie möchte gerne unser aller Meinung zu den Prioritäten der Energiepolitik hören – das ist zu begrüßen. Aber Achtung: In der Umfrage sind eine ganze Reihe an Fangfragen enthalten, so wird etwa am Ende gefragt ob man “Reform der Sozialversicherung”, was in Merz und Reiche Speech Abbau von Sozialleistung für die Armen bedeutet, haben will. Macht mit, Antwortet pro Erneuerbare Energien, für klare Regeln und gegen Nichtstun (a la “dem Markt überlassen”) https://www.jetzt-mitmachen.de/necp/ok Weil wir diese Umfrage aber so seltsam finden, haben wir heute auch an das Wirtschaftsministerium und die beteiligten Agenturen geschrieben. Denn: Viele der Fragen in der Umfrage im Auftrag des Bundeswirtschaftsministerium dürften wohl nicht den Qualtiätskriterien für gute sozialwissenschaftliche Umfrageforschung entsprechen. Einige Fangfragen: „Vorhalten von Reservekapazitäten“ könnte auf Zustimmung zu neuen Gaskraftwerken abzielen.Es gibt z.b. eine Frage: „Mit weniger Wachstum verbunden“ Dieser Halbsatz impliziert, dass eine Umstellung auf sparsamere Technologie und Erneuerbare Energien das Wachstum bremst – das ist so erstmal nicht gegeben. Wir vermuten das sich hinter „steuerbare Erzeugungskapzität“ Gaskraftwerke verbergen.

Upcycling bei Sunstar Interbros GmbH in Schönau 

Für unser Weltrekordversuch 2026 haben wir von der Sunstar Interbros GmbH in Schönau 600 Solarmodule gespendet bekommen. Insgesammt 1.174 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 245 kW, die bisher auf dem Dach von Sunstar Interbros GmbH viele Jahre lang fleißig Strom erzeugt hatten, wurden wegen einer bevorstehenden Dachsanierung abgebaut. Aber nicht weggeworfen, sondern an uns und den Climate Hub gespendet. Das spart Geld gegenüber einem fertigen Paket und vermeidet Abfall und spart Ressourcen – und es macht Spaß bei einem gemeinsamen Event etwas Neues zu schaffen!  Als kleines Dankeschön für die großzügige Spende wurde das erste Upcycling-Event am 17.7.2026 bei Interbros selbst vom Balkonsolarverein aus Freiburg durchgeführt, unterstützt von FuSS e.V. aus Schönau. Zuerst wurden sie mit Wasser gereinigt, dann bei jedem Modul die Leistung gemessen. Sebastian Müller und Henning Lerz, beide Vorstände des Balkonsolarvereins, beantworteten die vielen Fragen der Teilnehmer und erklärten technische Details. Da keine neuen Kabel angebracht werden mussten – bei den verwendeten Modulen waren die Kabel noch vorhanden und intakt – dauerte es nicht lange, bis die fertigen Steckersolarmodule ins Auto geladen werden konnten. 

Letter to the Department for Energy Security and Net Zero concerning Plug-in solar Regulatory amendment and interim product specification

We have written about the Department for Energy Security and Net Zero concerning Plug-in solar Regulatory amendment and interim product specification about which we would like to express our satisfaction regarding the establishment of a planned new regulation for the installation of Plug-In Photovoltaic Systems up to 800W on buildings and their connection to the internal power grid of the owner. We believe nearly all home electricity customers in the UK can benefit from a speedy introduction of such systems. We see some issues: On page 23 of the  “Plug-in Solar Device Interim Product Specification Version 2.0” of July 2026 it states:  “All connectors shall fulfil the requirements of BS EN 62852 and shall be supplied with cables by the manufacturer. Only matching connector pairs from the same product family shall be used.” This regulation is almost directly copied and translated from the German DIN VDE V 0126-95. We have criticized this, as the DKE K 373, the committee in charge of the Plug-in-PV Norm has never been able to reproduce sources that point to any proven danger of the use of mechanically compatible solar connectors. The regulation also states: “Y-connectors shall not be used.” We see no safety benefit in […]

Letter to the Greek Minister for Energy about proposed regulation for Plug-In-Solar

We have writen to the Greek Minister for the Environment and Energy responding to a public inquiry about the use of plug-in-solar in Greece. With our message, we would like to express our satisfaction regarding the establishment of a planned new regulation for the installation of small Plug-In Photovoltaic Systems up to 800W on buildings and their connection to the internal power grid of the owner. However, we are concerned about the details of this proposed Greek regulation, because it would create significant hurdles for the potential owners and is thus contrary to the intention of the Recommendation 1007/2026 of the European Commission, Item 9.. And the draft of the new Greek regulations for plug-in-pv systems has a number of unnecessary administrative and technical provision. Such as a requirement that surplus energy may not be fed into the grid, the necessity for an electrician to install the system or a requirement for a double registration. In our experience governments and interest groups can try to limit the adoption of plug-in-solar with extensive, cumbersome and difficult technical and legal regulations. Some potential customers will then not adopt plug-in-solar, other customers will simply ignore this and install their solar system as guerilla […]

Datenspende: Wie heiß ist deine Wohnung?

🌡️ Wie heiß ist es in deiner Wohnung? Zusammen mit Philip Kreißel wollen wir Daten sammeln über Hitze in Deiner Wohnung. Bisher ist nämlich weitgehend unbekannt, wie heiß es in den Wohnungen wirklich ist und wen das genau betrifft. Nur Menschen im Dachgeschoss? Sind die Leute im Eigenheim von der Hitzewelle nicht betroffen? Deshalb haben wir dieses Addon für Homeassistant entwickelt. Das Addon ist noch in der Entwicklung, aber wir freuen uns wenn jetzt schon so viele Leute wie möglich mitmachen. Voraussetzung ist allerdings auch eine Homeassistant Installation und mindestens ein Temperaturfühler bei dir daheim. 🫵 Wenn du Homeassistant hast, installiere das HACS “TemperaturCrowd” Addon und teile die Daten mit uns. Du findest das AddOn unter: https://github.com/pkreissel/temperature-crowd-hacs Hinweis Das Addon ist noch in der Beta Phase. Das ganze ist allerdings eher für erfahrende Home Assistant Nutzende gedacht. Die Installation von HACS (Home Assistant Community Store) erfolgt in wenigen Schritten direkt über die Home Assistant Benutzeroberfläche. Zwingende Voraussetzung ist ein kostenloses GitHub Konto: https://github.com/ Zum nachlesen wie es geht: https://www.simon42.com/hacs-installieren-home-assistant/ Datenschutz Wir erfassen die Temperaturdaten der von dir ausgewählten Sensoren, um Trends hinsichtlich einer Überhitzung der Innenräume zu analysieren. Was sammeln wir an Daten: Deine Telefonnummer, wird nur einmalig verwendet, um […]

Sicherheitslücke bei Hoymiles Wechselrichtern

Wir versuchen hier das Problem ganz ruhig darzustellen, auch weil es derzeit sehr viel, teils reißerische Berichterstattung (besonders Übel die Mischung aus Clickbait und China scare beim Standard) darüber gibt. Eine gute Ausnahme ist der Artikel von Clean Thinking. Es empfiehlt sich auch die Originalveröffentlichung beim CCC und den Sicherheitsbericht zu lesen.  Update 1.9.2026: Hoymiles hat gestern für ein Update veröffentlicht, dass die Sicherheitslücke schließen soll: https://www.hoymiles.com/de/official-statement-regarding-the-cybersecurity-issue-of-hoymiles-hm-microinverters-3.html Und es gibt auf der Website jetzt auch einen Hinweis für Tippgeber: https://www.hoymiles.com/de/cyber-security.html Wer ist betroffen? Es gibt zwei Arten von Hoymiles Kleinwechselrichtern, beispielhaft seien die meistverkauften genannt: HMS-800-W-2T  haben ein integriertes WLAN Modul und damit können sie über das Internet mit der “ S-Miles Cloud“ reden und dann die Erzeugung in der Hoymiles App darstellen. Das wünschen einige Nutzer:innen, damit sie immer sehen, wie viel Strom ihr Steckersolargerät erzeugt. Diese Geräte sind nicht betroffen. Daneben gibt es die HMS-800-2T – genau da fehlt das W. Diese haben kein WLAN eingebaut, sondern kommunizieren über den Hoymiles DTU-WLite-S USB Stick oder Open DTU. Der nutzt eben kein WLAN, sondern eine Funktechnik, die als drahtlose Sub-1G-F oder 802.11b/g/n bezeichnet wird. Die hat den Vorteil, dass sie wesentlich weiter reicht und auch besser durch Wände durchgeht […]

Das war die Intersolar 2026

Die letzten Jahren waren wir immer zu Zweit vom Vorstand auf der Intersolar und dann meist auch mehrere Tage, das gibt einem dann die Möglichkeit in Ruhe an alle wichtigen Stände zu gehen und dort zu reden und auch die für uns nicht so wichtigen Hallen zumindest zu durchstreifen und da zu schauen was es gibt. Wie immer bedeutet Intersolar gefühlt 10.000 Leute mehr in München, alle Messerhallen und die Freifläche werden belegt und schon morgens ist die Ubahn zur Messe voll. Unter der „was es noch gibt“ Themen, die mir aufgefallen sind: Ganz viele Elektroauto Ladesäulen, Rheinmetall hat auch wieder seine Lösung gezeigt die in den Bordstein integrierbar ist. Sonst auch Konzentrator Solar Panels vom ISE, es gab eine Sonderschau Renewables 24/7 und auch Aussteller zu PV Recycling. Was ich noch als ein Thema gesehen hatte, war ganz viele Ständ emit Solid State Tranformatoren und auch Transformator Firmen und Startups. Dann machen wir mal weiter mit dem #Intersolar Fazit. Was am meisten auffällt ist was fehlt: An keinem Stand hat ein Händler mit "Normkonformen Steckersolar Gerät" nach "VDE V 0126" geworben. Auch wenn man Händler anspricht, dann sagen sie "denken wir drüber nach", aber konkret wird es nicht! [image […]