Solarpanels an allen Balkonen nebeneinander im Winter mit schnee auf alles.

Sammelbestellung

Die Vorteile im Einzelnen:

  • Die Balkone an einem Haus weisen in der Regel ähnliche oder identische Brüstungen und Geländer auf, wodurch die Verwendung gleicher Aufhängungen möglich ist.
  • Durch die Verwendung einer bestimmten Aufhängungslösung kann die Konstruktion mehrfach wiederholt werden, was zu einer schnelleren Durchführung führt. Die Nachbarschaft kann sich gegenseitig bei der Umsetzung unterstützen, was möglicherweise das Zusammengehörigkeitsgefühl stärkt.
  • Werkzeuge und Messgeräte müssen nicht einzeln angeschafft werden, sondern das Prinzip des Leihens und Teilens kann angewendet werden.
  • Der regulatorische Aufwand für die Anmeldung wird ebenfalls vereinfacht, da möglicherweise dasselbe Formular verwendet werden kann und von den Erfahrungen der Nachbarn gelernt werden kann.
  • Wenn ein Elektro-Fachbetrieb für einen Stromcheck, eine Außensteckdose und/oder die Montage benötigt wird, fallen nur einmalige Anfahrtskosten an.
  • Darüber hinaus erhält der Handwerksbetrieb einen attraktiveren und größeren Auftrag und kann das Projekt möglicherweise priorisieren.
  • Die zeitaufwendige Einzelberatung entfällt für die Firmen.
  • Ein bedeutendes Argument für Sammelbestellungen besteht auch darin, dass durch die Installation identischer Solarmodule an allen Standorten ein optisch einheitliches Erscheinungsbild an der Fassade entsteht.

Wie überzeuge ich aber meine Nachbarn? Hier empfiehlt es sich, genau zuzuhören und auch zunächst ungewöhnlich anmutende Fragen ernst zu nehmen und vielleicht mit einer Informationsbroschüre zu informieren. Häufig kann man die Sam- melbestellung auch über einen lokalen Verein oder ein Balkon-Solar Firma abwickeln.Diese freut sich über einen einfachen und großen Auftrag und man ist selbst keine Kapital-Sammelstelle, was auch gegenüber dem Finanzamt hilfreich sein kann.

“Aus den Fragestellungen zur Steckersolar-Sammelbestellung in einem kleineren Mehrfamilienhaus kann mit überschaubaren Mitteln sogar so etwas wie „Mieterstrom light” werden: Indem auf dem Dach Solarmodule verlegt werden und die gesamte Fläche in die Anzahl der Wohnungen parzelliert wird, kann jede Wohnung ihren eigenen Mikrowechselrichter bekommen. Der Vorteil: jede Wohnung profitiert durch den Solarstrom, und die Ausbeute auf dem Dach ist oft etwas höher als am Balkon. Auch die/der vermietende Haus-Eigentümer:in gewinnt gleich mehrfach: Einerseits beschatten die Module das Hausdach und senken die Temperatur im Sommer, zudem hat er langfristige und zufriedene Mieter:innen, die auch an der Energiewende teilhaben können, ohne dass er sich mit dem Bürokratie-Monster Mieterstrom herumplagen muss.”

Balkon-Photovoltaik-Anlagen, Sebastian Müller und Rolf Behringer, S. 120 unter: https://balkon.solar/buch

In Freiburg bieten etwa Solisar.Solar, Solarista und Solarpeak solche Sammelbestellungen an. Einfach per Email anfragen.

Weitere Infos im Buch ab S. 82.

Siehe auch: https://www.regev-rossdorf.de/

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