NEUE VDE AR-N 4105 und SteckerSolar

Wir waren im DGS Seminar Die neue VDE AR-N 4105 – Auswirkungen für die PV-Umsetzung“ am 18.03.2026 und haben fleißig zugehört. Zunächst die Norm hat viele Auswirkungen, die gar nichts mit Steckersolar, sondern wesentlich größeren Anlagen zu tun haben. Die neue VDE AR-N 4105 bringt nun etwas mehr Klarheit: Zum einen werden Steckerspeicher ohne Photovoltaik nun ausdrücklich berücksichtigt. Damit erkennt die Richtlinie eine Gerätekategorie an, die in den vergangenen Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen hat. Jetzt muß noch das Gesetz nachziehen und auch hier die Anmeldung vereinfachen. Zum anderen wird auch der Schukostecker akzeptiert – sofern das Gerät der Produktnorm DIN VDE V 0126-95 entspricht. Auch das ist nach dem Kampf um die VDE V 0126-95 einfach die Anerkennung dieser. Wir warten jetzt noch auf eine neue VDE 0100-551-1 Installationsnorm, die diese Änderungen auch anerkennt. Bisher melden viele Nutzer:innen von Steckerspeichern den nicht an, auch weil das eigentlich nur Elektriker können und Teils Netzbetreiber dann wenn sie von der Anmeldung erfahren, dumm machen. Wir können jetzt davon ausgehen, dass die Norm auch die Anmeldung durch den Kunden – eben nicht Elektriker – erlaubt, die größer sind als 2000 Wp. Denn durch SAS neue Musterformular können Nutzer selbst Anlagen anmelden, deren Modulleistung über […]

Balkon.Solar e.V. Vorstandsbericht 2025

Vorwort Das Jahr 2025 stand im Zeichen der neuen Steckersolar-Norm sowie unserer zweiten Petition zur netzdientlichen Nutzung von Kleinspeichern. Die neue Steckersolar-Norm, für die wir mehrfach konstruktiv Inhalte gegeben haben, ist erschienen. Daneben hat sich der Verein auf vielfältige Weise eingebracht und zahlreiche Aktionen durchgeführt, etwa Steckersolar Upcycling-Aktionen, Vorträge oder politische Arbeit geleistet. Ein Schwerpunkt war die Beratung von Mieter:innen vor und in Gerichtsverfahren um die Nutzung ihres Steckersolargerätes. Unsere Urteilssammlung auf der Website wird häufig frequentiert und zu Rate gezogen. Auch im kommenden Jahr planen wir, diese und weitere Arbeit fortzusetzen. Sebastian Müller und Simone Herpich Neue Satzung Der Balkon.Solar e.V. arbeitet an einer neuen Satzung. Diese soll die Aufgaben und die Ausrichtung des Vereins klarstellen, die Gemeinnützigkeit besser definieren und dazu dienen, die Arbeit und Struktur des Vereins zu professionalisieren. Dies kann unter anderem durch die Möglichkeit verbessert werden, bezahltes Personal zu beschäftigen, da der Arbeitsaufwand von Jahr zu Jahr umfangreicher wurde. Der Entwurf ist inzwischen fertiggestellt und vom Finanzamt geprüft. Er liegt den Mitgliedern vor. Am 5.5.2026 soll eine Mitgliederversammlung durchgeführt werden, in der die Mitgliederversammlung die neue Satzung beschließen soll.  Neue digitale Medien Gefördert von der Baden-Württemberg-Stiftung haben wir nun einen TikTok-Kanal, auf dem wir eine […]

Zählerschrank verplombt was tun?

Immer wieder werden wir mit Anfragen konfrontiert, in denen Menschen einen neuen digitalen Zähler – noch kein Smart Meter mit Smart Meter Gateway – bekommen und dann der Elektriker vom Stadtwerk, den Zählerkasten, verplombt. Unklar bleibt oft, warum er das tut. Zwar müssen/dürfen Stromleitende Teile nicht zugänglich sein, aber auch in einem Zählerschrank, müssen Kabel isoliert werden und auch der Zugriff auf Teile der Installation vor dem Zähler und damit ggf. das Abzapfen von Strom wird so nur bedingt verhindert.  Wir haben also rumgefragt. Die Bundesnetzagentur wollte anfangs nicht antworten und verweist uns auf die zuständige Landeseichbehörde, das wäre bei uns das Regierungspräsidium Stuttgart, die uns nun geantwortet hat: Darf der Meßstellenbetreiber den Kasten um den Zähler einfach verplomben?Die Anzeige des Messergebnisses muss für den Kunden klar und eindeutig ablesbar sein, unabhängig davon, ob die Werte fernabgelesen werden können. Die Sichtanzeige muss ohne Hilfsmittel für den Kunden zugänglich sein. Eine Verplombung des Kastens durch den Messtellenbetreiber obliegt nicht der Überwachung der Eichbehörde, darf aber die Einsehbarkeit bzw. den Zugang zu den Messwerte nicht behindern. Will heißen: ich muss zumindest von außen erkennen können was auf dem Zähler steht, das wird bei einigen verplombten Zählerschränken schon schwierig. Auf zweite Nachfrage antwortete […]

Umgang mit der Mustergestattungsvereinbarung von Haus und Grund

Wahrscheinlich vom Bundesverband von Haus und Grund gibt es eine „Mustergestattungsvereinbarung über die Anbringung, Installation und den Betrieb eines Steckersolargeräts“, mit 20 Seiten und zahlreichen Regelungen. Uns liegt eine PDF vor, die wir nicht datieren können und von der wir auch nicht wissen, in wieweit sie Anwendung findet. Wir möchten sie hier jedoch aus unserer Sicht kommentieren und beschränken uns auf die aus unserer Sicht problematischen Formulierungen. Seite 2: „Die betreffende angemietete Wohnung ist eine Eigentumswohnung. Esbesteht daher die Möglichkeit, dass die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer die Anbringung von Stecksolargeräten nachträglich untersagt, auch wenn der Vermieter diese gestattet hat.“ — > Aus unserer Sicht besteht eine solche Gefahr nicht, der Mieter hat eine Anspruch an den Vermieter und der hat wiederum einen Anspruch auf einen Gestattungsbeschluss. Auch diesen muss der Vermieter herbeiführen und das zeitnah. Außer im Top Denkmal, also wenn man etwa in Freiburg im historischen Kaufhaus wohnen würde, könnte eine öffentlich-rechtliche Einschränkung vorliegen, aber selbst bei normalen Denkmalgeschützten Häusern, dürfte es einen öffentlich rechtlichen Anspruch auf Genehmigung geben. Seite 3, die Vorlage fordert eine Information über den „Hersteller der Module“ bzw. will dazu vorgaben machen. Wir sehen nicht auf welcher Rechtsgrundlage das erfolgt und welchen Unterschied es machen soll […]

Steckerspeicher Ampel

Seit einiger Zeit habe ich einen Akku mit meinem Steckersolargerät verbunden, einen Steckerspeicher der nach dem Wechselrichter des Steckersolargerätes und vor der Steckdose sitzt. Gleichzeitig gibt es im Sicherungskasten einen Shelly 3PM Schammel von ETM Solar/Solarhook.  Diese Daten meldet er an den Hoymiles HiBattery AC Speicher. So lange Strom im Speicher ist, lässt dieser immer genauso viel Leistung raus, wie die Wohnung verbraucht. Ist der Speicher leer,  zieht die Wohnung ihren Strom aus dem Netz und ist der Speicher voll, speist die Stecker-Solaranlage voll ein.  Aber woher weiß ich, was gerade der Zustand ist? Ich kann natürlich in die App schauen, die ist inzwischen recht gut, aber man hat dann immer das Handy in der Hand. Wenn man den Speicher länger hat, dann weiß man irgendwann auch, wie er sich verhält. Tagsüber Laden, meist gegen Mittag ist der Speicher voll, dann wird er noch bis ca 17:00 eingespeist und dann läuft die Wohnung mit Batterie bis ungefähr 8:30 am nächsten Morgen. Gegen Morgen ist die meist etwa halb voll. Aber wir wollen ja weniger ins Handy schauen und sinnvolle Dinge mit dem Home Assistant machen. Stromampel Also wie können wir die Daten darstellen? Die Idee einer Strom Erzeugungsampel war geboren. […]

Steckerspeicher für alle? Bitte helft uns!

Ausgerechnet im viel und zurecht kritisierten Referentenentwurf für das EEG 2027 des Wirtschafts- und Energieministeriums, welcher vor einigen Tagen in einer Rohfassung den Medien zugespielt wurde, versteckt sich neben radikalen Einschnitten für größere private Photovoltaikanlagen auch einige zögerlicher Verbesserung für Steckerspeicher, wie wir sie ja auch in unserer Petition gefordert hatten. Die kleinen Speicher, welche heute bereits bei einem großen Anteil an Steckersolargeräten dabei sind, sollen laut dem Entwurf in die Definition von Steckersolargeräten aufgenommen werden. Damit sollen sie auch von den für selbige geltenden Vereinfachungen profitieren. So würde für sie etwa endlich auch offiziell die Anmeldung beim Netzbetreriber entfallen. Aber die Formulierung geht an vielen Speichern vorbei. Sie würde nur die Geräte die in einem Gehäuse alles beinhalten oder bei denen der Wechselrichter nach der Batterie sitzt erlauben, hier im Bild Typ 1 und 3. Alle anderen wären immer noch nicht erlaubt. Steckerbatterien ohne PV-Elemente oder bei denen die Solaranlage an anderer Stelle angeschlossen ist, hier Typ 2 und 4, profitieren nicht. Damit das nicht so kommt brauchen wir deine Hilfe! Kontaktiere jetzt den nächstgelegenen CDU Bundestagsabgeordneten, wenn du viel Zeit hast, dann auch den von der SPD, Grüne und Linkspartei sind nicht so wichtig. Überzeuge ihn oder sie […]

Steckersolar Basteln in Teningen

Wir freuen uns in ein Steckersolar Basteln in Teningen anbieten zu können! Es wird am So, 26.4.26um 14:00 – 16:00 und zweite Gruppe 16:30 bis 18:30Teningen, Schulzentrumstattfinden. Teilnahmegebühr 25 EUR + Wechselrichter selber mitbringen oder bei uns erwerben. Wir empfehlen den Erwerb direkt bei Bestellung! Zur Buchung: https://pretix.eu/balkonsolar/2ndLife/ Inhalt der Workshops wird das Testen, Vorbereiten und der Zusammenbau eines Steckersolargerätes aus gebrauchten Solarpanelen sein. Daneben werden die theoretischen Grundlagen für die Nutzung von Steckersolar vermittelt. Die Workshops werden von erfahrenen Bastlern geleitet und alle praktischen Fähigkeiten vermittelt.  14:00 JavaScript ist in Ihrem Browser deaktiviert. Um unseren Ticketshop ohne JavaScript aufzurufen, klicken Sie bitte hier. Zweite Gruppe um 16:30 JavaScript ist in Ihrem Browser deaktiviert. Um unseren Ticketshop ohne JavaScript aufzurufen, klicken Sie bitte hier. Seminarleiter Sebastian Müller, Autor von Büchern zu diesem Thema, vom Balkon.Solar eV: “Die Sonne scheint und so ein Seminar ist ein guter Einstieg in die private Energiewende, man muß kein Bastler sein, sondern einfach kommen und mitmachen, wir erklären alles und helfen.” Beim Basteln stehen die Seminarleiter:innen und Bastelhelfer:innen zur Verfügung, alle Schritte werden genau erklärt. Viele Hinweise gibt es auch auf unserer Homepage: https://balkon.solar/balkonkraftwerk-selbst-bauen/ Die Kosten bezahlen Sie bitte direkt bei der Bestellung. Wir machen […]

Entwurf des neuen EEG 2027 für Steckerspeicher verbesserungsfähig

Im durchgesickerten Entwurf für das neue EEG sind viele Regelungen enthalten. Darunter auch ein Vorschlag zur Verbesserung von Steckerspeicher, den wir zusammen mit der AG Balkonkraftwerk und dem Bundesverband Steckersolar im Rahmen der zweiten Petition gefordert hatten. Auf Seite 25 steht jetzt als Vorschlag: „43. „Steckersolargerät“ ein Gerät, das aus einer Solaranlage oder aus mehreren Solaranlagen, einem Wechselrichter, einer Anschlussleitung und einem Stecker zur Verbindung mit dem Endstromkreis eines Letztverbrauchers besteht; ein Stromspeicher ist miterfasst, wenn er hinter denselben Wechselrichter betrieben wird„ Das würde für einige der Steckerspeicher auf dem Markt tatsächlich eine Vereinfachung bedeuten, aber nicht für alle. Die Formulierung würde Kombisysteme, wie von Anker, Zendure (Hier 1 und 3) oder auch sowas wie den populären Marstek b2500 oder auch die Geräte von SunNext BK215 erfassen, aber nicht etwa Hoymiles (2) bei denen die Batterie nach dem Wechselrichter sitzt oder Geräte wie die von Ecoflow bei denen die Batterie irgendwo im Haus sitzt (4). Wir schlagen vor: 7. In § 3 Nr. 43b. wir die Angabe (weggefallen) ersetzt durch: „‘Steckerbatteriegerät‘ ein Gerät, das aus einem Batteriespeicher besteht, der über ein Steckersolargerät oder einen eigenen Wechselrichter, eine Anschlussleitung und einen Stecker mit dem Endstromkreis eines Letztverbrauchers verbunden ist,“ Damit würden […]

Angriff auf Aufdach Anlagen

Das Bundeswirtschaftsministerium plant laut einem internen Entwurf Änderungen am Erneuerbare-Energien-Gesetz, die vor allem kleine Solaranlagen auf privaten Dächern betreffen würden. Vorstand Sebastian Müller ordnet bei Radio Dreyeckland GasKathis Leaks gegen kleine Solaranlagen, Netzpaket Wärmepumpen und Erneuerbare Energien zusammen und ordnet folgen für Häuslebauer (Solar teurer, Amortisiert sich langsamer), Handwerk (Jobs weg) & Mieter (Heizung teurer) und Klimaziele (verfehlt) ein. (Nachhören) Anlagen unter 25 kW sollen künftig keine Einspeisevergütung mehr erhalten – dabei ist das keine Subvention, sondern nur ein Vermarktungsmechanismus und müssten selbst Abnehmer für ihren Strom finden, statt dass Netzbetreiber ihn automatisch abnehmen. „Nach § 20 EEG 2023 wird auch der Strom aus kleinen Photovoltaikanlagen bereits heute über die Strombörse vermarktet. Die Vermarktung übernehmen bislang die Netzbetreiber treuhänderisch. (…) Der Mechanismus wirkt damit wie eine gesetzlich abgesicherte Preisuntergrenze mit Clearing über das EEG-Konto, stellt aber keinen direkten Zuschuss aus dem Bundeshaushalt dar. (…) Liegt der Börsenstrompreis unter der garantierten Mindestvergütung, wird die Differenz aus dem EEG-Konto ausgeglichen. Liegt der Marktpreis über der Mindestvergütung, entsteht ein Überschuss. (…) Die größten Kostenpositionen stammen weiterhin aus Altanlagen der Jahre 2006 bis 2012 mit sehr hohen Vergütungssätzen von teils über 50 ct/kWh. Diese langfristigen Verpflichtungen laufen nach 20 Jahren planmäßig aus“Quelle: https://www.solarbranche.de/news/nachrichten/artikel-39549-solar-mythos-der-katherina-reiche-warum-die-fixe-einspeiseverguetung-fuer-solaranlagen-keine-klassische-subvention-ist Für Anlagen […]

Widerstand gegen Reiches Anti-Erneuerbare Pläne

Die Aufregung ist groß und berechtigt, auf vielen Plattformen sammelt sich Widerstand. Wir rufen dazu auf sich am gemeinsamen Appell von DGS, SFV und BBüE zu beteiligen. Details dazu unten bei „Aktiv werden!“. Appell: https://www.sfv.de/appell-netzpaket Informationen Was will das jetzt vorliegende Papier, unter anderem soll ein Redispatch Vorbehalt eingeführt werden: Beim Redispatch-Vorbehalt sollen Gebiete, in denen nur drei Prozent des Stromes abgeregelt werden müssen, vom Netzbetreiber als „kapazitätslimitiertes Netzgebiet“ ausgewiesen werden können. Anlagenbetreiber werden dann bei Abregelungen der Leistungseinspeisung (Redispatch) nicht mehr entschädigt – und das bis zu zehn Jahre lang. Häufigkeit und Dauer solcher Abregelungen liegen in der Verantwortung der Netzbetreiber; sie wären für einen PV-Investor deshalb nicht mehr vorherseh- oder kalkulierbar. Zur Information empfehlen wir erstmal diese Videos und Texte: Gute Zusammenfassung von Hans Josef Fell: https://www.pv-magazine.de/2026/02/13/der-gesetzentwurf-zum-netzpaket-von-ministerin-reiche-ist-ein-frontalangriff-gegen-den-ausbau-der-erneuerbaren/ Bericht bei NTV: https://www.t-online.de/heim-garten/aktuelles/id_101121408/netzpaket-von-katherina-reiche-frontalangriff-auf-die-energiewende-.html Allianz Hamburger Energieunternehmen wendet sich gegen das Netzpaket und die CDU Pläne: „Durch das geplante Ende der Zahlungen für Erlösausfälle bei abgeschalteten Anlagen könnten Betreiber auf ihren Kosten sitzen bleiben. Das würde den Ausbau neuer Projekte faktisch zum Stillstand bringen. Zusätzlich würden unterschiedliche Sonderregeln für die knapp 900 Verteilnetzbetreiber in Deutschland zu mehr Bürokratie, steigender Komplexität und höheren Kosten führen.“ https://green-planet-energy.de/presse/artikel/breite-allianz-hamburger-energieunternehmen-fordert-sichere-zukunft-fuer-erneuerbare Ganzer Entwurf Link zum Papier: https://table.media/assets/climate/referentenentwurf-netzanschlusspaket.pdf […]