Freiburg, 30.9.25
Der Balkon.Solar e.V. zeigt sich enttäuscht: “Beim Dreikönigstreffen des Bürgerverein Haslach, am 6.1.25 hatte Oberbürgermeister Horn zugesagt, dass die Auflagen für Mieterinnen und Mieter der Freiburger Stadtbau, die Steckersolar nutzen wollen, deutlich vereinfacht werden. Doch das ist nicht passiert, sie sind in Teilen sogar noch verschärft worden.”, ärgert sich Sebastian Müller, Vorstand des Balkon.Solar e.V., über dieses aus seiner Sicht gebrochene Versprechen.

Früher verlangte die FSB nur eine Haftpflichtversicherung, heute verlangt sie inzwischen eine Haftpflichtversicherung mit mindestens 10 Mio Euro Deckungssumme. Das ist zwar die von der Verbraucherzentrale angeratene Höhe, dennoch verunsichert der hohe Betrag und eine harsche Formulierung die potenziell Nutzenden. Obwohl inzwischen, laut Pressemitteilung der Stadtbau, ein entsprechendes Pilotprojekt erfolgreich abgeschlossen sei.
“Uns liegen inzwischen eine Reihe von Auflagenbescheiden vor. Diese sind sprachlich komplex formuliert. Der Mietende bekommt den Eindruck, er möchte etwas Illegales machen. Sie bestehen auf der Installation durch einen Fachunternehmer, was mit hohen Kosten verbunden ist, wenn man denn überhaupt jemanden bekommt. Findet man einen “Fachunternehmer”, dann belaufen sich die Kosten für die Montage eines Steckersolargerätes schnell auf 1.000 bis 1.500 EUR, ohne einen Mehrwert.”, erklärt Vorständin Simone Herpich.

Diese Forderung steht im Widerspruch zur kommenden Norm, dem mietrechtlich maßgeblichen Stand der Technik, sämtlichen Urteilen die dazu gesprochen wurden und auch Zeitschriftenbeiträgen von damit befassten Fachanwälten und der Tatsache, dass Steckersolargeräte laienbedienbar und laienaufbaubar sind. Für den Anschluss von wesentlich brandgefährlicheren Geräten wie Trockner, Toaster oder Heizlüfter ist kein Fachunternehmen gefordert.

In Freiburg stehen zahlreiche Gruppen, von Solarcamp über den Balkon.Solar e.V. bis hin zum fesa e.V. und Caritas bereit, um Energiearmut abzumildern und Klimaschutz mit Balkonsolar-Projekten für Mietende mit geringem Einkommen voranzubringen. Diese Form der sozialen Energiewende wird jedoch weiterhin behindert.
Für Rückfragen: Sebastian Müller, sm@balkon.solar,

