Dem Selbstbau kommt beim Klimaschutz und der weiteren Verbreitung von Solargeräten eine entscheidende Bedeutung zu. Die Kapazitäten von Elektrikern und Solarteuren sind knapp, sie werden an vielen Stellen für die Energiewende benötigt. Daher sollten sie sich auf solche Projekte und Vorhaben beschränken, bei denen aus Sicherheitsgründen deren spezielles Fachwissen gefordert ist,das Laien nicht haben. Auf der anderen Seite ist es aus vielen Gründen sinnvoll, Laien zu aktivieren, ggf. sich auch im Rahmen der gegenseitigen Hilfe zu ermächtigen, Solarlösungen zu bauen. Das stärkt zum einen die örtliche Gemeinschaft, die Hausgemeinschaften, aber auch den Klimaschutz und das Selbstwirksamkeitsgefühl. Zum anderen unterliegen Lösungen, die man selbst erarbeitet hat, größerer Wertschätzung und es werden weitere Energiespar- und Bildungseffekte – die Menschen erzählen sichgegenseitig von Steckersolar – hervorgerufen. Der sogenannte “Secondlife-Solar”-Ansatz, womit die Weiternutzung von gebrauchten Solarpanels gemeint ist, hat einen großen Vorteil: Solarpanels halten sehr lange (30 – 40 Jahre) und erzeugen zwar im Alter nicht so viel Strom wie aktuelle Modelle, müssen dafür aber nicht stofflich recycelt werden. Wir wollen auf zwei Ebenen das Thema Steckersolar Secondlife angehen: Wir wollen zum einen praktische Workshops in Denzlingen anbieten und zum zweiten parallel dazu Anleitungen und Musterschreiben entwickeln und Hürden identifizieren und weiter abbauen. Diese […]
Solar Selber Machen in diversen Quartieren – SoSeMaQ
Finanziert von den Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg werden wir im Jahr 2025 zusammen mit unserern Partnern an vier Orten: Freiburg-Mooswald, Bodman-Ludwigshafen, Hohenlohe und Karlsruhe mit Bürger:innen aus gebrauchten Solarpannels neue Steckersolargeräte bauen. Inhalt der Workshops wird das Testen, Vorbereiten und der Zusammenbau eines Steckersolargerätes aus gebrauchten Solarpanelen sein. Daneben werden die theoretischen Grundlagen für die Nutzung von Steckersolar vermittelt. Die Workshops werden von erfahrenen Bastlern geleitet und alle praktischen Fähigkeiten vermittelt. Die Anmeldung ist ab sofort möglich. Die Teilnahme am Workshop und das Material kosten 25 EUR. Wechselrichter müssen zusätzlich erworben werden. Ein Link bei der Anmeldung vermittelt eine günstige Bestellmöglichkeit. Anmeldung für alle Basteltermine: https://pretix.eu/balkonsolar/2ndLife/ Der Bau von Steckersolarsystemen ist dabei häufig der Ausgangspunkt sich mit Solar zu beschäftigen und Begeisterungen zu wecken. Unsere Partner Hohenlohe Hohenlohe, von der Evangelische Bauernwerk in Württemberg e.V., die als Veranstaltungsort und bekannter Multiplikator vor Ort auch Werbung machen wird. Möglicherweise werden wir auch noch mit dem Makerspace Heilbron zusammenarbeiten. Die Ländliche Heimvolkshochschule Hohebuch ist ein Bildungshaus im ländlichen Raum und steht für Bildung und Begegnung für Menschen aus der Landwirtschaft und dem ländlichen Raum. Sie bietet im Bildungshaus ein vielfältiges Seminarangebot zu kreativen und musischen Themen für alle Menschen an. Gute Nachrichten: Dank einer […]
Projekt: „Speicher für BalkonSolar“ gefördert von der Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
Ist ein Projekt, welches wir zusammen mit unterschiedlichen Partnern gefördert von der DBU durchführen. Bericht Das erste Event ist die Vorstellung eines Berichts zu möglichen regulatorischen, technischen und praktischen Vorraussetzungen: Dazu hielt Jörg Lange am 4.2.25 einen Vortrag im Webinar. Der Foliensatz haben wir hier auch. Hackathon(s) Zum Hackathon und Anmeldung: https://blackforesthackathon.de/may/ Daneben werden wir im BLACK FOREST HACKATHON vom 9 – 11 May 2025 eine Challenge zu dem Thema stellen. Veranstalter ist der Badencampus. Derzeit ist noch keine Anmeldung beim Veranstalter möglich. Teilnahme nur am Sonntag (Demo Day des Hackathons) https://www.eventbrite.de/e/black-forest-hackathon-demoday-data-decoded-tickets-1280916578969 Mehr zum Antrag und Projekt Hier der Antrag, der am 16.12.24 genehmigt wurde. Er wurde im Rahmen der „Dezentrale saisonale Stromspeicher und netzdienliche Innovationen“ der DBU gestellt. „Die Förderinitiative zielt auf neue, ebenso innovative wie nachhaltige Ideen zur Stabilisierung, Resilienz und ökologischen Optimierung der Elektrizitätsversorgung – dezentral auf der Verteilnetzebene.“ Ausgangslage: Aus unserer Beratungsarbeit wissen wir, dass viele Nutzer:innen von Steckersolargeräten anfangen, ihren Energieverbrauch netzdienlich auszurichten. Das fängt damit an, dass sie mit ihrem Handy ständig checken, wie viel Strom sie gerade erzeugen und danach die Geräte im Haushalt einschalten oder auch (selbst) Smart Home Lösungen bauen. Beginnend mit reinen Zeitschaltuhren, bis hin zu Lösungen, die den Gesamtverbrauch […]
Brief an den Bundesminister der Justiz
Wir haben an den amtierenden Bundesminister der Justiz geschrieben und um eine bürgerfreundliche Erläuterung des Rechts auf Solar gebeten. Update: wir haben sehr nett mit dem zuständigen Referenten im Bundesministerium der Justiz telefoniert. Der sieht sich noch ein wenig, aufgrund des Mangels an Urteilen gehindert konkret was zu tun. Will aber das Thema in die nächste Mietrechtsbroschüre aufnehmen, wenn die wieder überarbeitetet werde: https://www.bmj.de/SharedDocs/Publikationen/DE/Broschueren/Mietrecht.html
Einspruchsberatung Steckersolar
„Gesetze sind wie Würste, man sollte besser nicht dabei sein, wenn sie gemacht werden.“ Wird als Zitat Otto von Bismarck zugeschrieben, stammt aber wahrscheinlich von von dem amerikanischen Rechtsanwalt und Schriftsteller John Godfrey Saxe. Wenn man der Einspruchsberatung zum Entwurf E DIN VDE V 0126-95 (VDE V 0126-95):2024-06 „Steckersolargeräte für Netzparallelbetrieb – Grundlegende Sicherheitsanforderungen und Prüfungen“ beiwohnen durfte, dann will man ergänzen: „Je weniger die Leute davon wissen, wie Würste und Normen gemacht werden, desto besser schlafen sie.“ Sebastian Müller nach der Sitzung Ich fuhr also nach Frankfurt um in einem zu kleinen Raum, gegenüber vom Hauptbahnhof zusammen mit 40 Männern und zwei Frauen zu sehen wie das „DKE/K 373 Photovoltaische Solarenergie-Systeme“ und die Stellungnehmenden zusammen kommen um über die neue Steckersolarnorm zu beraten. Der Kanal mit kleiner Einführung in die Problematik und Kuriositäten des Normungsprozess: Anwesend waren doch einige der Leute die man aus der Steckersolarszene so kennt: Ralf Haselhun (DGS), Hermann Laukamp als Vorsitzender des DKE/K 373 und als Einwender auch Marc Niemann (Marc testet), Alexander Krenek von Enphase, Jörg Sutter (DGS), Christian Ofenheusle (machdeinenstrom.de), Qian Qin von We.Do.Solar, Christian Waller (Der Kanal) und viele andere mehr. Das ganze war etwas unübersichtlich weil der Raum eigentlich zu klein war, […]
Bericht zu Steckersolar in der Ukraine
In unserem Förderantrag hatten wir geschrieben: „Wir wollen lokale Institutionen unterstützten mithilfe von Solargeräten eine Notstromversorgung anzubieten. Es soll sichdabei um für die Gemeinschaft wichtige Orte handeln. Die Geräte sollen so ausgelegt sein, dass aus ihnen eine größere Solaranlage entstehen kann und/oder sie später auch zur Einspeisung (und ggf. als netzdienliche Speicher) genutzt werden können. (…) Das Projekt ist zweistufig angelegt: Zunächst sollen die praktischen Rahmenbedingungen erprobt werden (Ankauf der Geräte, Kosten für Beschaffungen, Transport in die Ukraine, Verteilung), ein Netzwerk an Partner aufgebaut werden und die technischen Lösungen erprobt (unterschiedliche Hersteller). In einem zweiten Schritt ist dann die Skalierung angedacht.“ Unser kleines Ukraine Solar Projekt macht gute Fortschritte. Letzte Woche war unser Vorstand Sebastian Müller in der Ukraine, hat die Verteilung der Solargeräte und Powerstations begleitet und mit Projektpartnern gesprochen, sowie sich mit mit Partnern getroffen, die bei weiteren Solarprojekten hilfreich sein könnten. Interview bei RDL Radio Ech zur Reise: https://rdl.de/beitrag/radio-ech-deutsch-7112024-balkonsolar-f-r-die-ukraine Solaranlagen in der Ukraine: Viel Freiflächen Solar im Garten: Die Powerstations gingen an das Rote Kreuz in der Region Ternopil. Das Rote Kreuz plant die Geräte in einem neuen Gebäude zu nutzen: Zusammen mit unserem Partner dem Institute of Local Initatives haben wir in der Region Tschernowitz Geräte […]
Zaunsolar an der Ökostation
Zaunsolar wird immer wieder diskutiert und wir werden es vielleicht auch in kommenden Workshops als ein Thema anbieten. Zeit also für uns sich auch praktisch mit dem Thema auseinanderzusetzen. Denn nicht jeder hat einen Balkon, kann auf sein Dach oder will vielleicht vor Ort Solarpaneels gleich weiter nutzen. Deshalb haben wir am Zaun der Ökostation zwei gebrauchte Solarpaneels, die wir noch aus einer Spende hatten, angebracht. Uns war wichtig, das Thema Zaunsolar mit dem Thema 2nd-Life-Solar zu verbinden. Dabei gibt es eine Schwierigkeit: Heute haben alle Solarmodule einen Rahmen mit 35 mm Breite (Manchmal auch mehr oder weniger, Ausnahmen bestätigen die Regel), alte Solarmodule kommen in den unterschiedlichsten Rahmenbreiten, alles von 40 über 45 bis zu 50 mm. Wir brauchten also eine speziell für uns angefertigte Halterung. Die fanden wir bei PluginEnergy.de, die für uns breitere Klemmen anfertigen ließen und die dem Verein spendeten. Ich fragte nach einer Anleitung und Aleksi von Plugin-Energy lachte: „Die brauchst du nicht, das ist nur eine Schraube“. Und tatsächlich ist der Einbau auch wirklich leicht: Zunächst unten mit ca 5 – 10 cm Abstand von der Kante vom Modul, die Klemmen in den Gitterzaun einhängen und dann mit dem speziellen Bit festdrehen. Der spezielle […]
Petition (die zweite): Kleinspeicher entfesseln = Stromnetz stabilisieren!
Zur Petition auf der Website des Bundestags Mitzeichnungsfrist ist vorbei. Nach der erfolgreichen Petition für ein Recht auf Balkon-Solar rufen wir zusammen mit dem Akkudoktor, Eigenenergiewende, MachdeinenStrom.de und einer Reihe von Wissenschaftlern auf, eine Petition an den Bundestag zu unterzeichnen, um die Nutzung von Kleinspeichern netz- und systemdienlich zu gestalten und die Energiewende voranzubringen. Post by @balkonsolar@freiburg.social View on Mastodon Was wir fordern: Smartmeter Light einführen (ohne Rückkanale, wesentlich günstiger und schneller für den Rollout) Balkonsolarspeicher wie Balkonsolaranlagen behandeln Freiwillige variable Netzentgelte für kleine Speicher (damit lohnt es sich sogar einen Speicher ohne PV zu nutzen!) Transparente Netzentgelte & Strompreise für alle! (OpenSource Projekte haben keine Chance, da z.B. Netzentgelte regional unterschiedlich sind, aber die Daten nirgends abgerufen werden können) Was bringt das? Steckerspeicher können netzdienlich arbeiten, euch Notstrom liefern & eure Stromrechnung senken! Der Smartmeter-Rollout wird für kleine Haushalte günstiger, sicherer & schneller. Es macht keinen Sinn, für einen kleinen Haushalt das aktuell sehr komplexe und teure System zu nutzen. Balkonsolarspeicher werden so unkompliziert wie Balkonsolaranlagen! Aktuell ist es sehr nervig einen Speicher anzumelden, die meisten tun es nicht. Genauso wie damals mit den Balkonsolaranlagen. Freiwillige (wenn man das möchte, kein Zwang) variable Netzentgelte helfen, das Netz zu entlasten […]
Der Kampf gegen Balkonsolar
Akudoktor Video RCD Schweigeerklärung Mir ist meine eigene Anti-Solar-Regelung peinlich: Berlin Siehe auch Extra3: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/extra_3/realer-irrsinn-buerokratie-vs-balkonkraftwerk-in-berlin,extra-488.html oder https://www.ardmediathek.de/video/extra-3/buerokratie-vs-balkonkraftwerk-in-berlin/das-erste/Y3JpZDovL25kci5kZS8xNjAzYmZiOC02Y2I5LTQ4MGUtYjA5Zi1iNWQ0MWQ1OTE1MTA Richtig absurd Berlin: „Berlins landeseigene Wohnungsunternehmen (LWU) sehen die Installation von Balkonkraftwerken ohnehin gar nicht so gerne, wie einer der Vorstände dem Tagesspiegel im Hintergrundgespräch unumwunden bestätigt: Ihre Mieterinnen und Mieter müssen hohe Hürden überwinden, um die gewünschte Anlage genehmigt zu bekommen. Die Genehmigungskriterien haben die LWU untereinander abgestimmt (…) Nicht einmal jede zehnte Anfrage zu Balkonkraftwerken bei den Städtischen Wohnungsbaugesellschaften ist von Erfolg gekrönt.“ https://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-wirtschaft/balkonkraftwerke-bei-berliner-landeseigenen-hohe-hurden-fur-mieter-13127032.html Berlin ist immer für ein Facepalm gut. Wir nennen hier keine Namen, aber diese Genossenschaft schießt mit ihren Verhinderungsauflagen den Vogel ab: „Bei Befestigungen der PV-Anlage an der Balkonbrüstung ist ein statischer Nachweis durch den Nutzer vorzulegen. (…) Die geplante PV-Inselanlage ist ausschließlich als Off-Grid-System zu installieren und darf nicht mit dem allgemeinen Stromversorgungsnetz der Wohnung verbunden werden. (…) Bei Rückbau und Entsorgung der Anlage ist ein Entsorgungsnachweis der Genossenschaft unaufgefordert vorzulegen.“ GEWOBAG ist ein kommunales Unternehmen. Und hat eine „FAQ mit Checkliste“ veröffentlicht. Post by @balkonsolar@freiburg.social View on Mastodon Und die hat es in sich: „Kann die Steckersolargeräte-Anlage aufgrund optischer Beeinträchtigungen untersagt werden? Ja, dies ist möglich. Einschränkungen wegen architektonischer/ästhetischer Auswirkungen sind zu berücksichtigen. Die Steckersolargeräte-Anlage […]
Umwelthilfe & Wohnbau Salzgitter statten ganzen Wohnblock mit BalkonSolar aus
Wenn man will geht es: In Salzgitter hat die örtliche kommunale Wohnungsbaugesellschaft einen Wohnblock – dürfte nach Musterbauverordnung sogar ein Hochaus sein – mit 5 Gebäudefronten, 8 Stockwerke und 36 Balkonkraftwerken ausgestattet. Damit können Mieterinnen und Mieter seit heute klimafreundliche Solarenergie erzeugen. Je nach Größe des Balkons bestehen diese aus einem oder zwei Modulen mit einer Leistung von 425 Watt oder 800 Watt. Bei allen ausgewählten Komponenten wurden Leistungsfähigkeit, Langlebigkeit sowie die ästhetische Integration in die Fassade besonders berücksichtigt. Vor der Installation fand ein persönlicher Vor-Ort-Termin statt, bei dem die Mieterinnen und Mieter alle ihre Fragen klären konnten. Die Montage konnte in nur einer Woche erfolgreich abgeschlossen werden. Für die Franz-Zobel-Straße wurden Planung und Installation durch Christian Ofenheusle, Geschäftsführer von EmpowerSource und technischer Berater der DUH, koordiniert. Zukünftig ist geplant, auch weitere Wohnanlagen der Wohnbau Salzgitter mit Balkonkraftwerken auszustatten. Es ist schon erstaunlich, wir beantworten hier nahezu täglich Anfragen von Mietern, die mit ihren Vermietern – häufig kommunale Wohnungsbaugesselschaften oder Genossenschaften regelrecht kämpfen müßen. „noch immer müssen viele Mieterinnen und Mieter für die Anbringung regelrecht kämpfen, teils sogar vor Gericht. Umso wichtiger, dass wir nun gemeinsam mit der Wohnbau Salzgitter eine Vorreiterrolle übernehmen und zeigen, wie mehr Klimaschutz auch im […]







