Steckersolar ohne Fachunternehmererklärung bei der Freiburger Stadtbau jetzt möglich

Lange Zeit scheiterte die Nutzung von Steckersolargeräten an den Balkonen der Freiburger Stadtbau (FSB) nicht etwa an fehlendem Interesse der Mieter:innen, sondern an rechtlich und technisch fragwürdigen Verhinderungsauflagen, die die FSB, wie viele große Vermieter, auferlegte. Daran änderten auch anderweitige Versprechen und ein erfolgreich im September 2025 abgeschlossenes Pilotprojekt nichts.  Das von der FSB aufgestellte, zentrale Hindernis war, dass das Steckersolargerät nur durch einen Fachunternehmer angebracht werden durfte.  “Üblicherweise kostet das dann in Freiburg nicht 400 EUR, sondern zwischen 1.000 und 1.500 EUR”, erklärt Balkonsolar-Vorstand Sebastian Müller. “Das liegt nicht an Abzocke durch Elektriker, sondern einfach an deren Kostenstruktur”.  Dabei sei spätestens nach der Veröffentlichung der Steckersolarnorm im Dezember 2025 klar: Balkonkraftwerke sind laieninstallierbare Geräte.  Inzwischen hat die Stadtbau eingeräumt, dass sie auf die Auflage der Fachunternehmererklärung verzichtet. Damit folgt sie Gerichtsurteilen (AG Wuppertal 93 C 88/25) aber auch der Einschätzung des Vermieterverbands “Haus und Grund”.  Damit können nun alle Mieter:innen, nach Information des Vermieters selbst, ihr Steckersolargerät am Balkon anbringen. Eine Vereinfachung, die wir ausdrücklich begrüßen.  Diese deutliche Verbesserung ist auch dem stetigen Einsatz von Stadträten wie Bärbel Schäfer (Grüne) oder Gregory Mohlberg (Linke), der fesa eV., dem Mieterbeirat der FSB, dem Badischen Mieterring und der Energieagentur Freiburg zu … Steckersolar ohne Fachunternehmererklärung bei der Freiburger Stadtbau jetzt möglich weiterlesen